Entstehungsgeschichte der Nordsee

Geologisch gesehen ist die Nordsee ein sehr altes Meer und ihre gesamte Entwicklungsgeschichte lässt sich über ca. 350 Millionen Jahre beobachten. Erst im Tertiär, das heißt vor 65 Millionen Jahren, senkte sich die Nordsee abschließend. Die Form, die man heute bei ihr beobachtet ist allerdings noch geologisch gesehen sehr jung, nämlich 11000 Jahre. Bis heute ist die Nordsee im Wandel und hat ihre endgültige Form nicht erreicht, denn bis heute ist sie am steigen, durchschnittlich ganze 25 cm pro Jahrhundert!!! Man muss allerdings dazu sagen, dass die Geschwindigkeit immer weiter abnimmt mit der Zeit.

Während jeder Eiszeit war die Nordsee komplett mit Eis überzogen und in den so genannten Warmzeiten war die Küste immer überschwemmt. In der Wechseleiszeit waren derart viel Wasser im Eis eingeschlossen, dass die Eisschicht satte 3 km dick war. Die Nordsee war damals unglaubliche 120 Meter unter dem heutigen Normal-Null-Meeresspiegel (also dem momentan Wasserspiegel), was auch bedeutet, dass die Küstenlinien etliche hundert Kilometer nördlich denn heute liegen, viele Teile der Nordsee waren ausgetrocknet. Gegen Ende der Weichseleiszeit lag der Wasserspiegel „nur“ noch 60 m unter dem Normal-Null-Wasserspiegel. Die komplett südliche Nordsee war komplett Festland, das man „Doggerland“ nennt, die britischen Inseln und das heutige Europa hingen noch zusammen. Die Geschichte der Nordsee ist immer wieder auch ein Grund warum viele Urlauber Nordsee Urlaubstipps brauchen um all das schöne der Nordsee sehen zu können.

Vor ca. 8000 Jahren bildete sich das berühmte Wattenmeer. Nach dieser Zeit wechselten häufig Wasseranstieg und –Senkung. Vor 5000 Jahren lag der Spiegel nur noch bei 4 Meter unter NN, vor 2000 Jahren bei 2 Metern. Nach kleineren Aufschüben und Absenkungen kam er dann auf das heutige Niveau.

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